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Verstehen

Verständnis und Missverständnis bei der Reise

Sie wollen eine andere Welt kennen lernen? Gern laden wir Sie dazu ein. Bedenken Sie jedoch, dass Sie Ihre eigene Welt unweigerlich mit auf Reisen nehmen, in Ihren Gedanken, Erfahrungen und Gewohnheiten. Seien Sie sich bewusst, dass bei einer solchen Reise in der Tat verschiedene Kulturen aufeinander treffen, insbesondere in Ländern der sog. "Dritten Welt" und vor allem, je weiter wir uns in die "Provinz" begeben. Allein das Sprachproblem ist geeignet, zahlreiche Missverständnisse herauf zu beschwören. Unsere Hinweise sollen Ihnen helfen, das Reiseland, unsere Einstellung und die Handhabung vor Ort zu verstehen und sich in Ihrem Verhalten darauf einzustellen. Zwei Beispiele:

Ein Angestellter des Hotels läuft durch den Garten. Man ruft ihn heran und bittet um neue Handtücher. Dieser lächelt und nickt. Man wartet jedoch vergeblich. Denn er hat kein Wort verstanden, aber aus Höflichkeit gelächelt und genickt. Es war nur der Gärtnergehilfe, der erst vor drei Wochen eingestellt wurde.

Oder der Gast erwartet, die Putzfrau müsse doch selbst sehen, dass dieses oder jenes nicht in Ordnung ist. Davon darf man jedoch nicht zwangsläufig ausgehen. Sie lebt möglicherweise in einer Hütte, in der ihr all unser Komfort fremd ist. Selbst eine Dusche hat sie zu Hause nicht, sondern nur einen Trog und eine Schöpfkelle. Sie kann sich also nicht so leicht in westliche Erwartungen und Funktionalitäten hinein versetzen.


Was können oder sollten Sie tun?

1.   Bedenken Sie, dass Sie sich in einem anderen Kulturkreis bewegen. Erwarten Sie nicht, dass ihr Gegenüber stets genauso denkt und handelt wie Sie.

2.  Wenden Sie sich bei Fragen oder kleineren Problemen im Hotel vorzugsweise an die Rezeption. Dort versteht man in der Regel Englisch und das Personal oder die Inhaber sind mit den Gegebenheiten besser vertraut.

3.  Wenden Sie sich bei größer erscheinenden Problemen unbedingt und ohne Aufschub an Ihren Reiseleiter.

4.  Scheuen Sie sich nicht, Mängel höflich, aber bestimmt anzusprechen.

5.  Seien Sie nicht sparsam mit Lob. Über positive Kritik freut man sich in jedem Land.

6.  Bleiben Sie gelassen. Oft löst sich ein Problem rasch, auch wenn es zunächst nicht so scheint.

7.  Lassen Sie sich auf unseren Reisen treiben. Sie werden mehr vom Leben haben.

Oft, aber nicht immer, wohnen wir in Hotel-Anlagen, die westlichem Standard entsprechen und mitunter sogar ein luxuriöses Ambiente bieten. Vergessen Sie aber bitte nicht, dass die Mitarbeiter dieser Anlagen vermutlich in Dörfern aufgewachsen sind, wo das Leben mit einfachsten Mitteln bestritten wird. Was für Westeuropäer zum Standard gehört, ist für die Bewohner der "Dritten Welt" meist unerreichbarer Luxus. Eine Hotel-Anlage mit westlichem Standard ist in diesen Ländern - aufgrund mangelhafter Infrastruktur - viel schwieriger zu betreiben als bei uns, insbesondere je mehr diese Hotels abseits der Zentren liegen. Aber gerade abseits der großen Zentren bekommt man authentisches Leben und eine schöne Natur geboten. Bitte denken Sie daran, wenn der gewohnte westliche Standard mal nicht erreicht wird.


Das Frühstück

In vielen unserer Hotels ist das Frühstück inklusive, jedoch nicht überall. Das ist je nach Reise und Region verschieden. In den meisten landestypischen Hotels - insbesondere in Asien -  war es bis vor wenigen Jahren nicht üblich, Übernachtung mit Frühstück anzubieten. Da westliche Touristen und Veranstalter dies verstärkt nachfragen, versucht sich die örtliche Hotellerie anzupassen. Aus Sicht der Gäste nicht unbedingt mit Erfolg, denn kaum irgendwo sonst gibt es eine so ausgeprägte Frühstückskultur wie bei uns in Deutschland. Asiaten bereiten mitunter ein Frühstück, von dem sie glauben, dass es westlichen Wünschen entspricht, welches sie aber selbst nie essen würden, z. B. Toast mit Marmelade, Brot mit Ei usw. Viele uns vertraute Bestandteile sind in jenen Ländern mitunter schwer zu beschaffen, da sie nicht zum örtlichen Speiseplan gehören (z.B. Käse). Wenn das Frühstücksangebot nicht Ihren Gewohnheiten entspricht, lassen Sie sich auf die Esskultur des Landes ein und probieren Sie einheimische Speisen. Bedenken Sie: Wir reisen wirklich durch das Land und vermeiden große standardisierte Hotelanlagen.
An unserer Reiseroute finden Sie oft gute und sehr preiswerte Restaurants. Auch haben Sie oft die Gelegenheit, sich auf Märkten mit exotischen Produkten zu versorgen.


Das Mittag- und Abendessen
 

Zur Mittagszeit sind wir während der Rundreise häufig unterwegs und machen vielleicht zur Beköstigung einen Stopp an der Strecke. Das ist mitunter sehr erlebnisreich und unerwartet schmackhaft. Unsere Reiseleiter machen Sie gern mit landestypischen Speisen und Getränken vertraut. Dazu gehören in manchen Regionen auch köstliche exotische Früchte, die Sie bisher vielleicht noch nie - oder noch nicht in dieser hohen Qualität - probiert haben. Dies trifft vor allem auf Asien und Lateinamerika zu. Lassen Sie sich überraschen!

Falls es notwendig ist, einen Imbiss mit auf die Tagesreise zu nehmen, informiert Sie unser Reiseleiter rechtzeitig.


Handeln Sie

In den meisten unserer Reiseländer, insbesondere in Asien, ist es absolut üblich und notwendig, vor dem Kauf zu Handeln. Das ist für uns ungewohnt, aber für die Menschen vor Ort gehört es zum täglichen Leben. Haben Sie keine Scheu! Manche Verkäuferin, die sich zunächst über unser Gegenangebot empört, klopft uns lachend auf die Schulter, wenn sich beide Seiten auf einen akzeptablen Preis geeinigt haben.
Wo viele Touristen unterwegs sind, haben sich die Verkäufer meist höhere Preise zurecht gelegt. Dort ist es angebracht, stärker zu handeln. In einem abgelegenen Dorf hingegen ist es weniger angebracht, mit dem Mütterchen an der Straße um ein paar Cent mehr oder weniger für Bananen zu feilschen.
Sollten Sie sich von einem Mopedtaxi, Tuktuk oder ähnlichem fahren lassen, handeln Sie unbedingt vorher den Preis aus. Und lassen Sie sich beim Bezahlen vom Fahrer nicht weis machen, dass er "gerade leider kein Wechselgeld" hat. Bevorzugen Sie Taxis mit Taxameter.


Trinkgeld

Dies ist in den einzelnen Ländern recht verschieden. Lassen Sie sich von Ihrem Reiseleiter beraten. In vielen Ländern ist es nicht üblich, in Restaurants, Bars, Taxis oder Hotels Trinkgeld zu geben, außer dass man allenfalls leicht aufrundet. Es wird auch nicht von Ihnen erwartet. Menschen, die viel mit Ausländern zu tun haben, gewöhnen sich inzwischen an die Freizügigkeit der westlichen Welt. Fühlen Sie sich nicht verpflichtet, dies zu unterstützen.

Allerdings kann das Trinkgeld bei manchen Leistungen ein wichtiger Beitrag für den Dienstleistenden sein, nicht nur zur Aufbesserung seines Einkommens, sondern auch als freundliche Geste und Anerkennung seiner Leistung. Welche Personen und Leistungen dazu zählen, erklärt Ihnen gern Ihr Reiseleiter.

Auf jeden Fall empfehlen wir aber, unseren direkten Mitarbeitern oder Helfern vor Ort ein angemessenes Trinkgeld (insbesondere dem Reiseleiter und dem Fahrer), sofern Sie deren Leistungen würdigen möchten. Bitte denken Sie dabei daran, dass sich diese mehrere Wochen um Ihr Wohl bemühen, und bestimmt auch oft zu Zeiten und mit Anliegen, die außerhalb des vorgesehenen Reiseprogramms liegen.


Betteln

Bettelnden Kindern sollten Sie niemals Geld geben. Wenn Sie jedoch auf einem Markt beobachten, dass alte bettelnde Menschen von Einheimischen Almosen bekommen, wäre dies die bessere Wahl für Ihre Hilfe. Statt Geld kann man auch Speisen (z.B. Früchte) verschenken.


Allgemeine Schlussbemerkung

Diese Hinweise werden bei Bedarf ergänzt und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ihr Reiseleiter gibt Ihnen während der Reise gern weitere Tipps.

 

 

 

Wir suchen das Besondere nicht im Getöse der Welt oder in nichts sagenden Ferien-Fabriken, sondern in der Natur und in der Anmut und Vielfalt des echten Lebens. Genießen Sie mit uns überwiegend kleinere charmante Hotels oder Lodges und unsere sehr vielseitigen exotischen Rundreisen.