Allgemeine Infos Yunnan und Tibet

Landesinfos und Einreise

Erlebe Yunnan und Tibet, erlebe diese Reise der berauschenden Natur und Kultur. Faszination geht unter die Haut. Mit uns das Besondere entdecken.

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Von der Stadt des ewigen Frühlings bis zum Dach der Welt: Erleben Sie bei dieser sehr abwechslungsreichen Reise die schönsten Regionen der südchinesischen Provinz Yunnan, ehe Sie in Tibet bis zum Basislager des Mount Everest vordringen. Spektakulär schöne Landschaften - wie die Tigersprungschlucht und das Tal des Yangtze - werden Sie ebenso begeistern, wie die faszinierenden historischen Städte und Ihr (vielleicht) ganz persönliches Shangri-La. So heißt nämlich die von Tibetern und Naxi bewohnte Stadt Zhongdian seit 2002 ganz offiziell.

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Fakten zu Yunnan

Fläche:  394.100 km²
Einwohner:  47 Mio.
Hauptstadt:  Kunming
Sprachen:  Mandarin, 25 offizielle Sprachen der ethnischen Minderheiten
Religion:  91 % bezeichnen sich als nichtreligiös; 6 % als Buddhisten, 1,4 % als Muslime, 1,3 % als Christen
Währung:  Renmibi Yuan
Zeitzonen:  MEZ +7
Visum:  Ja

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Fakten zu Tibet

Fläche:  1,2 Mio. km² (nahezu so groß, wie das gesamte Westeuropa)
Einwohner:  3,3 Mio.
Hauptstadt: Lhasa
Sprachen:
  Mandarin, Tibetisch
Religion:  78,5 % Tibetischer Buddhismus, 12,5 Bon, 8,58 % Chinesische Religionen
Währung:  Renmibi Yuan
Zeitzonen:  MEZ +7
Visum:  Visum für China und zusätzliche Einreisegenehmigung (Tibet Entry Permit)

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Gut zu wissen

Vor allem in Tibet ist das Leben bis heute von tiefer Religiosität geprägt. Dies sollten Besucher jederzeit beachten und respektieren. In Tempeln ist das Fotografieren verboten. Menschen sollten vorab um Erlaubnis gebeten werden, um sie zu fotografieren. Die politische Situation in Tibet ist nach wie vor angespannt. Ausländische Besucher sollten auf keinen Fall versuchen, Tibetaner in politische Gespräche zu verwickeln, da diese ernsthafte Probleme mit den chinesischen Behörden bekommen könnten. Besser ist es, die politischen Ansichten gleich zuhause zu lassen und auf die Ratschläge und Bitten der örtlichen Reiseleiter zu hören.
Mit Fremdsprachenkenntnissen ist in Yunnan und Tibet nicht unbedingt zu rechnen. Für viele ethnische Minderheiten ist Mandarin-Chinesisch schließlich schon eine erste Fremdsprache, die sie lernen müssen. Geduld und ein freundliches Lächeln helfen überall dort weiter, wo die Worte fehlen.

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Einreise nach Yunnan und Tibet – Visum

Für die südwestchinesische Provinz Yunnan ist ein reguläres Touristenvisum für China erforderlich. Für Tibet benötigen Sie zwei weitere Einreisegenehmigungen. Das Tibet Entry Permit erlaubt den Besuch der Hauptstadt Lhasa und ihrer näherer Umgebung, das zusätzliche Alien Travel Permit erlaubt Ausflüge im ganzen Land. Lesen Sie mehr zu den Einreisebedingungen in unserer gesonderten Seite Visum Yunnan Tibet.

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Geld und Kreditkarten - Zahlungsmittel für die Reise

Es gibt zum Teil sehr veraltete Infos im Netz. Darin wird darüber gesprochen, dass man Kreditkarten in China nicht einsetzen kann, weil ihnen von China der Marktzugang verwehrt wird. Lassen Sie sich davon nicht irritieren.
Visa und Master - und teilweise sogar die deutsche EC-Karte Maestro - können bei den größeren Banken ICBC und Bank of China genutzt werden. Geld sollte im Voraus allenfalls nur in Kleinstmengen, wegen dem SEHR schlechten Wechselkurs in Deutschland (der chinesische Yuan CNY ist keine international frei gehandelte Währung) getauscht werden. Wir empfehlen, nach der Ankunft in China entweder bei einer Bank das Geld zu tauschen, oder per Kreditkarte am Automaten zu ziehen.
Es ist allerdings tatsächlich problematisch, mit einer Kreditkarte zu bezahlen. In den meisten Restaurants/Geschäften/Hotels sind Kreditkarten nicht akzeptiert, nur in 5* Hotels oder Luxusgeschäften.
Am Flughafen nach der Ankunft kann man nicht tauschen, da dies in China nur Banken machen dürfen und diese keine Filiale am Flughafen haben. Wer ganz sicher gehen möchte, wechselt in Deutschland einen kleinen Betrag, z.B. 50 Euro bei einer Reisebank. In der Stadt nach der Ankunft in China gibt es aber auch Geldautomaten in Hotelnähe. Unser Reiseleiter kann hierbei helfen.

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Allgemeine Informationen zu Yunnan und Tibet

Die Provinz Yunnan im Südwesten Chinas grenzt an Myanmar, Laos und Vietnam, sowie an die autonomen Gebiete Tibet und Guangxi. Sie wird u.a. vom Yangtze, vom Mekong und vom Roten Fluss durchzogen. Die Lage macht Yunnan zu einer geografisch abwechslungsreichen Provinz, von subtropischen Tälern bis zu schneebedeckten Bergen und der höchsten ethnischen Diversität Chinas. Insgesamt leben 36 der 55 in China offiziellen ethnischen Volksgruppen in Yunnan, von denen die Yi mit knapp 11% den größten Anteil an der Bevölkerung haben. Die natürliche Schönheit der Provinz hat Yunnan zu einer bedeutenden touristischen Destination gemacht. Bekanntestes Exportprodukt ist der weltweit verbreitete Pu-Erh-Tee, der aus Pu'er stammt.

Das zu China gehörende autonome Gebiet Tibet, im Himalaya, benötigt kaum noch eine besondere Vorstellung. Jeder hat schon von Tibet gehört. Aufgrund der Lage im Himalaya wird Tibet häufig auch als Dach der Welt bezeichnet. Das Königreich Tibet erlebte seine größte Ausdehnung im 8. Jahrhundert, ehe es zunächst unter mongolischen und später unter mandschurischen Einfluss geriet. Im Jahe 1578 wurde erstmals ein Dalai Lama als oberster buddhistischer Meister (Trülku) eingesetzt, der im tibetischen Buddhismus als Bodhisattva (erleuchtetes Wesen) gilt und lediglich freiwillig noch einmal als Mensch auf die Erde kam, um das Leid seiner Mitmenschen zu lindern. Erst der 5. Dalai Lama wurde 1642 oberste Autorität und Premierminister Tibets. Ab 1720 geriet Tibet unter den Einfluss der chinesischen Mandschu-Kaiser. Nach einer kurzen britischen Okkupation wurde Tibet von 1912 bis 1951 ein unabhängiger Staat mit eigener Regierung, Armee, Flagge und Währung, ehe das Land ab 1951 erneut von China okkupiert wurde. Bis heute ist der völkerrechtliche Status von Tibet umstritten. Auf dem Papier genießt Tibet den Status eines autonomen Gebietes mit Religionsfreiheit, doch tatsächlich wird die tibetische Religion und Kultur weiterhin unterdrückt.

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Die Highlights von Yunnan

Hohe Berge mit stillen Bergseen, Wasserfälle inmitten subtropischer Regenwälder und historische Orte, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Die landschaftliche Vielfalt macht Yunnan zu einem unvergesslichen Erlebnis. Erste Station der meisten Yunnan Rundreisen ist die moderne Provinzhauptstadt Kunming, mit ihren farbenfrohen Märkten und Tempeln. Außerhalb der Stadt warten Naturwunder, wie die Tropfsteinhöhen von Jiuxiang und der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörende Steinwald von Shilin. Die bizarre Landschaft aus Karstfelsen entstand bereits vor 270 Millionen Jahren und ist Ursprung zahlreicher Mythen und Legenden.
Die Altstadt von Dali entstand zur Zeit der Ming-Dynastie und erlaubt heute eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Stadt ist ein Zentrum der ethnischen Minderheit der Bai, deren Kultur in der Architektur und in köstlichen Spezialitäten Ausdruck findet. Ein Highlight ist eine Bootsfahrt auf dem Erhai-See vor dem Hintergrund der schneebedeckten Berge von Canshan. Natur pur!
Lijiang am Jinsha ist das wohl bekannteste touristische Ziel in Yunnan. Die historischen Kopfsteinpflastergassen und Kanäle der Altstadt vermitteln ein Bild des alten Chinas, das in den Großstädten längst verloren gegangen ist. Hier lässt sich auch die Kultur der Naxi, mit ihrer einzigartigen Dongba-Schrift erleben. Lijiang ist vom landschaftlich unschlagbar schönen Yulong Xueshan (Jadedrachen-Schneegebirge) umgeben. Eine Wanderung durch die Berühmte Tigersprungschlucht, die tiefste Schlucht der Welt, die vom Yangtze durchflossen wird, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Shangri-La war zwar ursprünglich eine Erfindung des britischen Schriftstellers James Hilton, der damit ein fiktives Paradies in Tibet beschrieb, doch es existiert mittlerweile tatsächlich. Die Stadt Zhongdian nannte sich 2001 offiziell um. Mit ihrem tibetischen Kloster Ganden Songtsenling ist sie ein Zentrum der tibetischen Kultur in Yunnan. Der nahe Pudacuo National Park lädt zu Wanderungen ein.

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Die Highlights von Tibet

Das Dach der Welt in einzigartiger Lage im Himalaya ist ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes. Die Hauptstadt Lhasa wird vom mächtigen Potala Palast dominiert, dem ehemaligen Sitz des Dalai Lama. Das gewaltige Gebäude mit 999 Räumen ist heute teilweise als Museum für Besucher geöffnet. Doch erst jenseits der Stadt breitet sich Tibet in seiner ganzen Schönheit vor dem Besucher aus. Am stillen Yamdrok See bei Gyantse zum Beispiel oder in der heute noch von traditioneller Landwirtschaft geprägten Region um Sakya, mit seinem berühmten Kloster. Hier streifen Yaks durch die endlosen Weiten und die Menschen gehen fern jeder modernen Hektik ihrem Leben nach. Der heilige Berg Kailash der Buddhisten, Hindus und Jain ist mit 6.368 Metern bereits ein beeindruckender Anblick, doch nichts geht über den Anblick des Mount Everest, des höchsten Bergs der Erde, vom Everest Base Camp.   

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Klima in Yunnan & Tibet

Dank einer Höhenlage von fast 2.000 Metern über dem Meeresspiegel ist das Klima von Yunnan angenehm mild. Auch im Sommer steigen die Temperaturen kaum über 20-25°C. Tibet liegt noch höher (im Schnitt 3.600 Meter über dem Meeresspiegel), doch die Temperaturen sind ähnlich. Lesen Sie mehr auf unserer Extra-Seite zum Klima von Yunnan & Tibet.

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Sprachen in Yunnan & Tibet

In Yunnan leben insgesamt 36 ethnische Minderheiten, deren 35 Sprachen offiziell anerkannt sind. Begleitet werden sie durch das offizielle Hochchinesisch (Mandarin). Besonders interessant ist Dongba, die Sprache der Naxi. Sie wurde schon 1000 v.Chr. entwickelt und ist heute als letzte piktografische Sprache (ähnlich der ägyptischen Hieroglyphe) besonders geschützt. Mit Englischkenntnissen ist in der Regel, außer in touristischen Zentren, nicht zu rechnen. Doch einige Brocken Chinesisch und ein freundliches Lächeln können hier, wie überall in der Welt, Berge versetzen. In Tibet ist neben Chinesisch auch Tibetisch offizielle Sprache. Zumindest in Lhasa kommen Besucher auch mit Englisch ganz gut zurecht.

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Feiertage Yunnan & Tibet

Viele der gesetzlichen Feiertage in China orientieren sich am Mondkalender und fallen somit jedes Jahr auf anderes Datum. Feiertage mit festen Daten sind:
1.Januar:  (westliches) Neujahr
4. oder 5. April:  Qingming Fest (Totengedenktag)
1. Mai:  Tag der Arbeit
1. Oktober:  Nationalfeiertag (Gründungstag der VR China)
Bewegliche Feiertage nach dem Mondkalender:

Am Neumond zwischen 21.Januar und 21.Februar:  Chinesisches Neujahresfest
Am 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender:  Drachenbootfest
Am 15. Tag des 7. Monats:  Geisterfest
Am 15. Tag des 8. Monats:  Mondfest

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Zu guter Letzt …

Wenn Sie in Yunnan Menschen, zumeist ältere Herren, mit einer riesigen Bambusröhre vor dem Mund beobachten, setzen sie nicht zur chinesischen Variante des Alphornblasens an. Die Bambusröhren dienen als "Tobacco Tube", d.h. zum Rauchen des vor Ort angebauten Tabaks. Sie sind bis zu einem Meter lang und haben einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern. Der untere Teil wird ähnlich wie bei der Wasserpfeife mit Wasser gefüllt. Wenn Sie gut hinhören, hören Sie das Blubbern des Wassers.

Und wenn Sie in Tibet die Mönche so angeregt diskutieren sehen wie auf dem Bild unten, dann bekommen Sie vielleicht eine Ahnung davon, was es noch so an informativen Dimensionen gibt, die wir nicht kennen. 

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