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Madagaskar - Pest wieder abgesagt

"Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord ..." Mag es vielleicht auch an diesem alten Gassenhauer liegen, dass dieses Thema bzgl. Madagaskar immer eine besondere Beachtung erfährt. Doch Madagaskar ist nicht das einzige Land weltweit, in dem heute noch einzelne Fälle von Pest vorkommen.
Seit Jahren geht zu Madagaskar fast jedes Jahr in der Regenzeit im Herbst die Pest für kurze Zeit durch die Medien, dann verschwindet das Thema wieder. Es gibt seltene Fälle in abgelegenen Dörfern ohne medizinische Versorgung und bei Kontakt mit Ratten und Flöhen. Wir kommen nicht in diese Dörfer, wir reisen gewöhnlich auch nicht in der Regenzeit und haben in unseren Hotels auch keine Lebensbedingungen wie in diesen Hütten und Dörfern. Die WHO zählte im Jahre 2013 weltweit 126 Patienten, die an Pest verstarben (ein paar davon auch in den USA). Das entspricht einem Risiko, welches der Wahrscheinlichkeit eines großen Lottogewinnes gleichkommt, den ein Reisegast zu erwarten hat, vorausgesetzt, dass er mindestens 2000 Jahre alt wird.
Es ist nicht bekannt, dass deswegen schon einmal Reisewarnungen zu den USA herausgegeben wurden.

Im Herbst 2017 kam es erneut zu einer Pest-Kampagne, diesmal besonders intensiv. Auch in Deutschland wurde immer wieder darüber berichtet. Von hunderten Infizierten wurde gesprochen. Also eine Epidemie. Doch was hat sich wirklich zugetragen? Ist Ihnen, liebe Leser aufgefallen, dass dieses Thema plötzlich wieder verschwunden war? Aber wohin? Bei einer Epidemie ist das eigentlich nicht so leicht möglich.

Nach Insider-Berichten aus Madagaskar benutzt die dortige Regierung dieses Thema immer wieder, um an internationale Spendengelder heranzukommen, und im Herbst 2017 deswegen so intensiv, weil 2018 wieder Wahlen sind, wofür also Geld gebaucht wird. Dabei spielen ihr die internationalen Sensations-Medien direkt in die Hände.

Aber auch so manche (nichtstaatliche) Hilfsorganisationen sind nicht minder daran interessiert, dass es spektakuläre Fälle (z.B. Epidemien) gibt, um ihrerseits Gelder zu akquirieren. Auffällig ist auch, dass die Orte solcher Geschehnisse in der Regel "weiße Flecken" auf der Landkarte der westlichen Fernsehzuschauer sind: also kaum besucht werden und kaum bekannt sind.
Nun, von der WHO und von USAID flossen die ersten Millionen. Doch dann wurde der Fake zu offensichtlich: das Thema war plötzlich erledigt. Mindestens eine Delegation brach die Reisevorhaben ab. Weitere Spendengelder flossen nicht, und die Pest in Madagaskar wurde quasi über Nacht wieder abgesagt. In den Tagen vom 06. - 07. November 2017 verschwanden sämtliche Berichte darüber, und mit ihnen auch die angeblich hunderten Identifizierten. Diesmal hatte man etwas übertrieben.

Nun wird aber jeder normaldenkende Mitteleuropäer gleich verwundert den Kopf schütteln, wenn er an den touristischen Schaden denkt, den eine Regierung mit solchen gepuschten Krankheits-Kampagnen langfristig für ihr Land verursacht. Doch Regierungen in solchen Ländern denken nicht so. Sie denken in erster Linie mit dem Taschenrechner in der Hand, mit dem sie ausrechen, wieviel Geld sie kurzfristig aus internationalen Spendentöpfen bekommen können.

Was es in diesem Zusammenhang noch über unsere Medien zu sagen gibt - die immer schnell mit Katastrophenmeldungen zur Stelle sind, aber mit entwarnenden Richtigstellungen viel weniger - diese Gedanken sollen dem Leser hier selbst überlassen bleiben. Vor allem auch, wenn man die nachfolgenden beiden Pressemeldungen mal auf sich wirken lässt.
So schrieb die "Augsburger Allgemeine":
... am 03.11.2017 ... "1800 Menschen sind seit September in Madagaskar schon an der Lungenpest erkrankt ..."
... und am 27.11.2017 schrieb sie ... "Seit Anfang des Monats sind in Madagaskar keine neuen Pest-Fälle mehr aufgetreten. Die Regierung hat die Epidemie deshalb für beendet erklärt ..."

Einige unserer Gäste waren genau zur "größten Pest-Zeit" in Madagaskar. Lesen Sie hier ihren ausführlichen Reisebericht Madagaskar.

Wussten Sie, dass das Lied „Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord ..." einen echten historischen Hintergrund hat? Es geht auf die russische Flotte zurück, die in den Jahren 1904/1905 vor Madagaskar fest lag und wo viele Seeleute gestorben sind. Jedoch starben sie nicht an Pest, sondern an Typhus. Noch heute erinnert ein Denkmal auf der madagassischen Insel Nosy Be daran. Doch können Sie sich vorstellen, dass das Lied mit dem Text "... und hatten den Typus an Bord ..." den gleichen Erfolg gehabt hätte?

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