TANSANIA - Serengeti lebt

Nov. 2020 :: Serengeti lebt | Ein aktueller Reisebericht
Vor 60 Jahren ging der Ruf Bernhard Grzimek's um die Welt. "Serengeti darf nicht sterben". Sein gleichnamiger Dokumentarfilm erhielt als erster deutscher Film nach dem 2. Weltkrieg einen Oskar. Seit über zwei Wochen sind wir - eine Gruppe von 7 Teilnehmern plus einheimischen Guide - in Tansania unterwegs. Und wir können berichten, die Serengeti lebt. Aber nicht nur das ist spannend und schön in diesem Land.

Tansania ist das Land, in dem Präsident Magufuli schon am Anfang der Corona-Krise diesen erstaunlichen Test mit Ziege, Papaya und anderen Früchten gemacht hat, mit positiven Ergebnissen (was für den PCR-Test eine herbe Schelte ist). Seit 17 Tagen sind wir mit unserer aktuellen Gruppe hier unterwegs. Die Teilnehmer haben von ihren Angehörigen, Kollegen und Mitmenschen zu Hause viel Erstaunen und teilweise auch Vorwürfe oder Ängste über diese - aus deren Augen verwegene Reise - geerntet. Nach offiziellem Stand bei uns zählt Tansania zu den "Risikoländern". Doch diese Einschätzung resultiert allein aus der Tatsache, dass Tansania keine Zahlen an die WHO liefert. Das, was wir hier sehen und erleben können, sieht anders aus.

Kein Mensch läuft hier in Tansania mit Maske herum. Die letzten Maskenträger, die wir gesehen hatten, waren Touristen, die mit uns aus dem Flugzeug stiegen. Schon in der Flughafenhalle war die Maskerade rasch vorbei. Manche zögerten und konnten es kaum glauben. Unser einheimischer Guide bestätigte dann, dass in Tansania schon seit August Normalzustand herrscht. Präsident Magufuli hatte seinen Landsleuten gesagt, sie sollen drei Tage fasten und drei Tagen beten, dann ist Corona vorbei. Und so war es dann auch. Als „Hygienekonzept“ stehen vor manchen Restaurants oder öffentlichen Einrichtungen Waschbecken mit Tretpedal fürs Wasser und mit Seifenspender. Kliniken, die zusätzlich in der Corona-Anfangszeit geschaffen oder freigehalten wurden, wurden wegen Leerstand wieder geschlossen bzw. anderen Aufgaben zugeführt.

In der Wildnis, bei Buschmännern und bei Massai

Wir waren inzwischen auch ausgiebig in der Wildnis, bei Buschmännern und bei den Maasai. Nirgendwo haben wir Kranke oder gar Tote gesehen. Alles verläuft hier völlig normal; ohne Abstand und ohne Maske. Auf den Märkten ein Gewusel wie immer. Die Massai singen und tanzen gern. Die Schulkinder spielen und rennen ohne Maske ungehemmt auf dem Schulhof. Die Einheimischen in den Dörfern trinken Bananenbier aus einem Napf. Niemand hat hier Kontakt- oder Abstandskomplexe. Und auch die Elefanten, Zebras, Löwen und die anderen Tiere verhalten sich völlig normal.

Schnee auf dem Kilimanjaro

Eigentlich müsste doch aber dieses Land - wenn die These unserer Panik-Strategen stimmen würde - in Krankheit und Chaos versinken. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Und auf dem Kilimanjaro liegt sogar reichlich Schnee, wie wir sehen und fotografieren konnten.

Schnee auf dem Kilimanjaro

In einem Dorf der Massai

Löwen Junge in der Serengeti

Picknick-Stopp unter einer Schirmakazie

Schulkinder in einem Dorf

Verkaufstand mit exotischen Früchten bei einem Dorf

  

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