Vietnam Reisevideos - Fotoreise Special
ln dieser kleinen Video-Reihe mit Videos von 5 - 9 Min. Länge, beschreibe ich diese Vietnam-Reise und dieses Land, zu dem ich seit vielen Jahren eine tiefe Verbindung habe - fast wie eine zweite Heimat. Von den lebendigen Straßen Saigons bis ins Mekong-Delta, vom Wasser und den Gärten des Südens bis ins Zentrale Hochland, zu ethischen Minderheiten und dann nach Dalat, in die Stadt des ewigen Frühlings, und schließlich ans Südchinesische Meer.
Diese Playlist dokumentiert die Stationen unserer Vietnam-Reise und vermittelt einen direkten Eindruck von Ablauf, Orten und Stimmung. Die Videos entstanden dabei bewusst mit dem Smartphone, um flexibel und spontan reagieren und das Spektrum der Erlebnisse, die Motive und fotografischen Möglichkeiten unmittelbar einfangen zu können. Diese Videos geben einen authentischen Einblick in das Land, die Menschen und die Atmosphäre vor Ort - so, wie ich es immer wieder in Vietnam erlebe.
Einmal im Jahr begleitet ich unsere Gäste selbst vor Ort und versuche sie, mit meiner Begeisterung für Vietnam anzustecken. - Bernd Bieder (Gründer EXOTISCHE REISEN)
FOTOREISE SPECIAL - Der Termin über Silvester/Neujahr (Start am 29.12.) ist als Fotoreise ausgeschrieben und wird von Bernd Bieder begleitet. Angesprochen sind Fotografen oder Videografen, ganz gleich ob professionell oder ambitionierte Laien. In den Videos unten schon mal Eindrücke von den vielseitigen Möglichkeiten und Motiven, und von den Genußmomenten. Weitere Infos auch in unserem Blog.
Inhaltsverzeichnis
- Mein Vietnam - Videoserie 2026
- Saigon · Ankommen in einer Stadt, die mich nicht loslässt (7 min)
- Mekong Delta | Leben am Fluss, Begegnungen & Erinnerungen (9 min)
- Zentrales Hochland · Zwischen Reisfeldern, Dörfern und Bergen (5 min)
- Dalat · Zwischen Hochlandluft, Märkten und kolonialem Erbe (9 min)
- Nha Trang · Aufbruch und Erinnerung, Tradition und Moderne (7 min)
- Mui Ne · Wind, Wüste und Meer (8 min)
Mein Vietnam - Videoserie 2026
Saigon · Ankommen in einer Stadt, die mich nicht loslässt (7 min)
Ich komme in Saigon an. Nicht zum ersten Mal, und jedes Mal fühlt es sich vertraut und nach Heimat an. Eigentlich bin ich ein Kind vom Land, und ich lebe auch sehr gern auf dem Land. Doch es gibt es eine Stadt, für die ich mich jederzeit entscheiden würde: Saigon. Diese Stadt hat mich nie mehr losgelassen.
In diesem Video nehme ich euch mit auf meine ersten Schritte nach der Ankunft. Wir gehen gemeinsam durch die Straßen von Saigon, durch den Distrikt 1, mitten hinein ins Leben. Genau so beginne ich meine Aufenthalte hier seit vielen Jahren. Es ist ein schlendern durch die Faszination dieser Stadt.
Ich kam zum ersten Mal 1994 in Saigon. Damals öffnete sich Vietnam gerade erst wieder für Reisende. Seitdem bin ich viele Male zurückgekehrt – als Gast, als Reiseleiter, als Fotograf, als jemand, der eine tiefe Verbindung zu diesem Land und zu dieser Stadt spürt.
Ihr bekommt einen unmittelbaren Eindruck vom Straßenleben, vom Verkehr, von den Menschen. Ich teile Beobachtungen, Erfahrungen und auch ganz praktische Hinweise – zum Beispiel, wie man hier sicher die Straße überquert, wenn der Strom der Mopeds scheinbar nicht abreißt.
Diese Stadt ist schlichtweg verrückt, im positiven Sinne. Es ist eine riesige Metropole, die so viele Inseln der Leichtigkeit und des Lebens enthält. Wer sich davon tragen lässt, wird einfach getragen und mitgenommen in diesen Fluss.
Begleitet werden wir auf dieser Reise auch von Minh, unserem Freund und langjährigen Reiseleiter in Vietnam, der hier in Saigon geboren und aufgewachsen ist.
Dieses Video ist der Auftakt unserer Reihe „Mein Vietnam“. Ein Ankommen, ein Eintauchen, und eine Einladung, uns auf dieser Reise zu begleiten.
Mekong Delta | Leben am Fluss, Begegnungen & Erinnerungen (9 min)
Das Mekong Delta gehört zu den fruchtbarsten und zugleich ursprünglichsten Regionen Vietnams. Der Mekong bestimmt hier fast alles: den Rhythmus des Tages, die Arbeit, das Leben der Menschen.
Ich war zum ersten Mal 1994 hier unterwegs – damals noch mit einem Moped. Vieles hat sich seither verändert. Und doch ist etwas geblieben: dieser ganz besondere Charme des Mekong Deltas.
Was viele überrascht: Auch im Mekong Delta gibt es Gezeiten. Obwohl das Meer noch weit entfernt ist, schwankt der Wasserstand teils um mehr als einen Meter. Einmal führte genau das dazu, dass wir mit unserem Boot im Schlamm stecken blieben. Wir mussten aussteigen, am Ufer entlanggehen – und kamen so ganz ungeplant in Kontakt mit einer Familie, die ich bis heute immer wieder besuche.
Es ist die Familie von „Snake Man“, wie er genannt wird, wegen seiner Leidenschaft, dem herstellen von Schlangenschnaps. Wir werden eingeladen zu bleiben, zu essen, zu plaudern.
Und dann geschieht noch etwas Unerwartetes: In einem Nachbardorf findet ein buntes Fest statt, ein Erntedankfest. Wir sind zufällig genau an diesem Tag in dieser Region. Wir werden mit offenen Armen eingeladen.
Dieses Video ist kein klassischer Reisebericht. Es ist ein Eintauchen in eine Landschaft, in Begegnungen und in Erinnerungen: drei Jahrzehnte Vietnam.
Zentrales Hochland · Zwischen Reisfeldern, Dörfern und Bergen (5 min)
Wir sind angekommen im Zentralen Hochland von Südvietnam. Eine Region, die sich spürbar von den Küsten und den großen Städten unterscheidet.
Hier ist es morgens und abends oft so kühl, dass man eine Jacke braucht. Im Laufe des Tages steigt dann die Temperatur auf angenehme 25 Grad und mehr, und das selbst im Januar. Das Zentrale Hochland gehört zu den Regionen Vietnams, die erst sehr spät für den Tourismus geöffnet wurden. Auch ich kam in den ersten Jahren meiner Reisen niemals hierher.
Das hatte Gründe. In dieser Region leben viele ethnische Minderheiten, die während des Krieges mit den Amerikanern zusammengearbeitet hatten. Das brachte ihnen über viele Jahre Misstrauen und Zurückhaltung seitens der vietnamesischen Regierung ein. Noch heute sind viele Dörfer hier abgelegen und nur selten von Touristen besucht.
Das Zentrale Hochland wirkt auf den ersten Blick ruhig und weit. Doch diese Landschaft trägt viele Schichten in sich – Geschichte, Zurückhaltung, Stolz und eine tiefe Verbundenheit mit dem Land. Wer hier unterwegs ist, spürt schnell, dass Zeit eine andere Rolle spielt.
Wir sind zunächst in einem kleinen Dorf unterwegs und wohnen in einer wunderschönen Lodge am Rande des Dorfes, geführt von einem Deutschen und seiner vietnamesischen Frau. Diese Lodge liegt auf einem Hügel, umgeben von Reisfeldern, mit weitem Blick in die Landschaft.
Nach Saigon fühlt sich das Zentrale Hochland wie ein Atemholen an, und wie ein sehr schöner Ruhepol.
Ein Stück Geschichte gehört hier ebenfalls dazu: Die ersten Ausländer, die nach dem Krieg ins Zentrale Hochland kamen, waren Agraringenieure aus der DDR. Sie unterstützten den Aufbau von Kaffeeplantagen – mit nachhaltigem Erfolg. Vietnam ist heute der zweitgrößte Kaffeeexporteur der Welt.
Dieses Video zeigt unsere erste Station im Zentralen Hochland. Eine zweite Station wird folgen: die Stadt Dalat.
Dalat · Zwischen Hochlandluft, Märkten und kolonialem Erbe (9 min)
Dalat liegt im Zentralen Hochland von Südvietnam, auf etwa 1500 Metern Höhe. Nach den tropischen Tieflandregionen fühlt sich diese Stadt wie ein frisches Atemholen an. Kühle Morgen, angenehm warme Tage und eine Landschaft, die sich deutlich von der Küste und dem Dschungel unterscheidet.
Auf dem Weg nach Dalat machen wir Halt an einem besonderen Ort: die Pagode von Linh An Tu. Dort befindet sich auch eine der größten Lady-Buddha-Statuen Vietnams. Für viele Vietnamesen ist Quan Âm - so ihr vietnamesischer Name - weit mehr als eine religiöse Figur. Sie gilt als schützende, mitfühlende Mutter, die in schwierigen Momenten Hilfe schenkt. Quan Âm ist also nicht Buddha Siddhartha selbst, sondern ein Bodhisattva.
Dalat selbst trägt bis heute sichtbare Spuren der französischen Kolonialzeit. Villen, Gärten und der historische Bahnhof erzählen von einer Zeit, in der die Kolonialverwaltung hier Erholung von der tropischen Hitze suchte. Wir wohnen in einem ehemaligen Villendorf, das heute als Hotel genutzt wird. Ein Ort voller Geschichte und Atmosphäre.
Wir besuchen den zentralen Markt von Dalat, einen der üppigsten des Landes. Durch das Hochlandklima wachsen hier Produkte, die in anderen Regionen Vietnams nicht gedeihen. Blumen spielen eine besondere Rolle in Dalat. Denn diese Stadt gilt als Mekka der Hochzeitsreisenden in Vietnam. Es macht Vergnügen, durch die Straßen und Gassen zu bummel.
Den Abschluss des Videos bildet eine Zugfahrt ab dem historischen Bahnhof von Dalat. Dieses Erlebnis ganz ohne Kommentar, nur die Bilder, die Musik und die Stimmung: Passagiere steigen ein, ein Saxophonspieler kommt dazu – und am Ende tanzt der ganze Waggon.
Dieses Video zeigt einiges von Dalat aber sicher nicht alles. Wir freuen uns auf unsere nächste Station der Reise, wo wir am Abend wieder ohne Jacke draußen sitzen werden können.
Nha Trang · Aufbruch und Erinnerung, Tradition und Moderne (7 min)
Wir verlassen das Zentrale Hochland und fahren hinunter in Richtung Küste. Unser Ziel ist Nha Trang – eine Großstadt am Südchinesischen Meer.
Nha Trang zeigt ein Vietnam im Aufbruch. Der alte Charme vergangener Zeiten ist nicht überall geblieben. Viele neue Hotels sind entstanden. Und doch hat auch diese leuchtende Stadt ihren eigenen Reiz. Komfort, Infrastruktur, internationale Gäste, lebendige Promenaden.
Gleichzeitig findet man aber noch immer das Vertraute: alte bunte Märkte, die funktionieren wie eh und je, kleine einheimische Restaurants, in denen gekocht und gegessen wird wie schon immer.
Wir genießen den Komfort der Stadt, die Bucht und die vielen Kontraste von Nha Trang. Doch wir begeben uns auch hinaus, zu einem Ausflug in eine ländliche Region mit Reisfeldern und Dörfern, in die nur wenige Touristen kommen.
Dort verändert sich die Atmosphäre spürbar. Die Wege sind ruhiger, die Begegnungen unmittelbarer. Es sind einfache, schöne Momente – spontane Gespräche am Wegesrand, neugierige Blicke, viel Lächeln.
So zeigt sich Nha Trang in unserem Erleben nicht nur als moderne Küstenstadt, sondern auch als Ausgangspunkt für ein Vietnam mit Tradition und Seele.
Mui Ne · Wind, Wüste und Meer (8 min)
Vor vielen Jahren, als ich zum ersten Mal nach Mui Ne kam, schlief ich noch unter einer Palme. Es gab nur wenige einfache Unterkünfte, kaum Infrastruktur, viel Sand, viel Wind und viel Weite. Die schmale Küstenstraße war damals noch nicht asphaltiert. Das hat sich alles bis heute deutlich verändert. Es gibt viele Geschäfte, Restaurants und Hotels. Aber dennoch: Die großen Hochhäuser gibt es hier bisher noch nicht. Alles fügt sich noch ein in den schmalen grünen Küstenstreifen. Vieles hat noch einen angenehmen, fast provinziellen Charakter.
Kurz vor Mui Ne taucht wie eh und je eine fast unwirkliche Landschaft auf: roter Wüstensand in der tief stehenden Sonne. Ein Moment, der eher an Afrika erinnert als an Südostasien.
Wir durchqueren das Fischerdorf Mui Ne, das längst eine kleine Stadt ist, und erreichen unser Hotel. Geschackvoll, mit Charme und viel Liebe zum Detail gestaltet.
Wenn man am Morgen zum Strand hinaus tritt, ist gewöhnlich Ebbe. Das ist die Zeit der Spaziergänger. Im Licht und in den Farben der aufgehenden Sonne. Ganz anders das Bild am Nachmittag. Dann ziehen regelmäßig starke Winde auf, die viele Kitesurfer anlocken. Der Horizont ist dann voller bunter Segel.
An einem sehr frühen Morgen besuchen wir die Bucht mit den vielen Fischerbooten nahe des Dorfes Mui Ne. Ein unglaubliches Bild voller Farben und Stimmungen. Unzählig die kleinen und mittelgroßen Boote. Das geschäftige Treiben der Menschen an Land.